Synagogenführung und Stadtrundgang

 

Synagogenführung und Stadtrundgang „Auf jüdischen Spuren“ am 17.11.2017 in Augsburg

Koschere Fertiggerichte, gibt’s so was??? Bei einer interessanten Führung durch das jüdische Kulturmuseum in Augsburg erfuhren knapp 50 Teilnehmer Wissenswertes rund um das Judentum, die älteste der 5 Weltreligionen. Judentum-Expertin Elisabeth Biallas und ihr Mann Gotthard erläuterten sehr anschaulich die Geschichte der Migration bis hin zur grausamen Deportation. So wurden den Teilnehmern die reiche Kultur und die wechselvolle Geschichte der Juden nähergebracht. Die überwältigende Schönheit der Synagoge brachte selbst eingefleischte Augsburger zum Staunen. Die hohe Kuppel, die aufwändigen Fenster und vier Kugellampen aus Messing tauchen den Raum in ein mystisches Licht. So ist die Augsburger Synagoge, die heuer ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, mittlerweile wieder Zentrum einer gewachsenen Kultusgemeinde.

 

Beim anschließenden Stadtrundgang gingen die Teilnehmer „Auf jüdischen Spuren“ durch Augsburg. Verschiedene markante Plätze und unscheinbare Häuser zeugen von der Geschichte der Juden, die Elisabeth Biallas mit interessanten Geschichten und Bildmaterial veranschaulichte. Arbeitsverbote, Einreisebeschränkungen und Erniedrigungen gehörten ab der Machtergreifung der Nationalsozialisten zum Alltag. Am Holocaustdenkmal im Rathaus wurde die Geschichte der Deportation und Vertreibung spürbar. Dort endete eine spannende, aber auch nachdenklich machende Reise durch ein Stück deutscher Geschichte und die Begegnung mit einer beeindruckenden Religion.

Text: Kerstin Mayer