Am 09.Januar 2019 verstarb Hermann Gerstmayr, ein Urgestein und Zeitzeuge der DJK in der Diözese Augsburg. Hermann Gerstmayr wurde am 03.September 1929 in Augsburg-Oberhausen geboren und wohnte ab dem 10. Lebensjahr im Siedlerstadtteil Firnhaberau. Dort engagierte er sich unter anderem als gläubiger Christ in der katholischen Jugendarbeit.
Er liebte das Sporteln und sorgte zusammen mit seinen Brüdern nach dem Krieg dafür, dass dies im Augsburger Stadtgebiet für die katholische Jugend auch möglich wurde. Ab 1950 kümmerte er sich als Diözesansportwart des BDKJ um Turnhallen und gliederte einige Sportgruppen in die DJK ein. Neben einem Sandplatz zum Faustball baute er in der Firnhaberau auch eine Laufbahn für die Leichtathletik. Er organisierte Stadtmeisterschaften für die Jungschar, das große Jugendpfingsttreffen 1955 mit Ludwig Wolker und initiierte zusammen mit Dr. Hermann Berlin und Josef Eckert 1953 die Gründung des DJK Diözesanverbandes Augsburg, dessen erster Geschäftsführer er wird. 1958 gründete Gerstmayr die DJK Nord, deren Vorsitz er für über 50 Jahre innehatte. Nach seiner aktiven und äußerst erfolgreichen Zeit im Diözesanverband- fast 40 Jahre lang!- widmete er sich ganz seinem Heimatverein und gönnte sich mehr Privatleben. Sein Haus steht gleich neben dem Sportplatz, so dass er neben seinem Garten auch gleich noch die Anlage mit Tennisplätzen, Bocciabahnen und Vereinsheim mitbetreuen konnte. Für den Diözesanverband arbeitete er an einer geschichtlichen Darstellung, die er ja weitestgehend als Zeitzeuge und Mann der ersten Stunde miterleben und mitgestalten konnte. Hilfreich war ihm dabei sicher seine unerschütterliche Beharrlichkeit und Treue, mit der er seine Ziele verfolgte, gepaart mit einem festem Glauben und unprätentiöser Frömmigkeit: glücklich, wer ihn an seiner Seite wusste. Sein Schaffen wurde mit höchsten Ehren bis zum Carl-Mosterts-Relief gewürdigt.
Der DJK DV Augsburg verliert mit Hermann Gerstmayr einen Eckstein, ohne den der Verband sicher nicht diese Blüte und sein heutiges Profil erreicht hätte. Er hat unserer DJK ein Gesicht gegeben, auf das wir sehr stolz sind.
