„Sein Bestes geben“- 12. DJK-Bundeswinterspiele in Wertach

Fest in DJK Hand war das Allgäuhaus in Wertach und die Region rund um Nesselwängle, Unterjoch und Sonthofen vom 13.-16.Februar 2020. Hier trafen sich rund 200 Sportler zu ihren Titelkämpfen in den alpinen und den nordischen Skiwettbewerben sowie im Eisstockschießen.

Olympisches Flair verbreitete der Einzug aller teilnehmenden Sportler/innen mit ihren DJK Bannern am Donnerstagabend im Allgäuhaus. Alfons Hörmann, Schirmherr und Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war der Einladung zum Eröffnungsabend gefolgt und betonte in seinem Grußwort die Besonderheit der Wettkämpfe mit einem großen Teilnehmerfeld. Auch Norbert Gebhart, zweiter Bürgermeister von Wertach ließ sich die besondere Stimmung nicht entgehen und begrüßte die Teilnehmer und Verantwortlichen. Olympiaseelsorgerin Elisabeth Keilmann erteilte zusammen mit Sportpfarrer Martin Cambensy einen Eröffnungssegen bevor DJK-Präsidentin Elsbeth Beha die Winterspiele, die alle 4 Jahre ausgetragen werden, offiziell eröffnete.

Am Freitag starteten die Wettkämpfe an den Sportstätten. Im Eisstockschießen beim SSC Sonthofen wurden die Mannschaftswettbewerbe in den Disziplinen Damen, Herren und AH ausgetragen. Hier konnten die Mannschaft des DJK SV Niedertaufkirchen II (AH, 119:24 Stockpunkte), DJK St. Oswald 1 (Mixed, 186:67) und DJK SG Ramsau I (Herren, 164:70) den Titel mit nach Hause nehmen.

Bei den anschließenden Wettbewerben im Zielschießen konnten sich Kathrin Gruber (110 Stockpunkte) und Max Holzmann (AH, 131 Punkte), beide DJK Niedertaufkirchen, den Titel „DJK-Bundesmeister“ sichern. Die Goldmedaille bei den Herren durften die Ausrichter des Diözesanverbandes Augsburg an Helmut Bischof (159 Punkte, DJK SG Ramsau) verleihen.

Die Langlaufwettbewerbe mussten aufgrund der schwierigen Schneelage kurzfristig von Nesselwang nach Nesselwängle im Tannheimer Tal verlegt werden. Katharina Weber von der DJK Rastbüchl räumte doppelt ab und wurde sowohl in der klassischen (29:29,5), als auch in der freien (18:30,7) Disziplin DJK-Bundesmeisterin. Auch bei den Herren gab es mit Markus Weindl (29:29,5 klassisch, 17:48,7 frei) von der DJK Darching einen Doppelsieger.

Bei den Alpinen waren die Athleten der DJK Leitershofen mit 40 Teilnehmern die größte Mannschaft am Start. Am Freitag konnte Kathrin Reich (1:11,42) den Bundessiegertitel im Riesenslalom nach Leitershofen holen. Bei den Männern gewann Jonas Kaiser (1:06.37), ebenfalls DJK Leitershofen die Goldmedaille.

Bei den Herren dominierten vor allem die 5 Stimpfle-Jungs der DJK RG Wertachtal. Francis Stimpfle hatte vor seinem Bruder André und Max Reiter (DJK Altreichenau) die Nase vorn. Am Samstag gewann Patrick Stimpfle vor seinen Brüdern Andrè und Francis.

Ganz besonderes Flair konnte man am Freitagabend beim Spaßbiathlon in Nesselwang genießen. 5 Mannschaften kämpften als Viererstaffel um den Sieg, jeder Teilnehmer wurde beim Schießen angefeuert und gefeiert. Auch das Präsidium des Bundesverbandes stellte eine Mannschaft. Moderator Patrick Stimpfle heizte den Sportlern und Zuschauern kräftig ein.

Fairness und Respekt standen ganz im Sinne des DJK-Gedankens bei allen Wettbewerben im Vordergrund. Der christlich wertorientierte Sportverband betreibt „Sport um der Menschen Willen“- es sind nicht die Siege, die wichtig sind, sondern die Menschen. Getreu diesem Leitbild wurden die drei elementaren Säulen „Sport, Gemeinschaft und Glaube“ bei den Bundeswinterspielen gelebt.

Am Samstagabend fand die gelungene Breitensportveranstaltung mit einem Gottesdienst und dem Festakt im Allgäuhaus seinen geselligen Höhepunkt. Der Augsburger Domkapitular Monsignore Dr. Wolfgang Hacker zelebrierte zusammen mit Diözesanbeirat Pfarrer Hubert Ratzinger, dem bayerischen Sportpfarrer Monsignore Martin Cambensy und DJK-Bundesbeirätin Elisabeth Keilmann den anrührenden und (viel)stimmigen Gottesdienst. Dabei wurden auch das neue Banner der DJK Seifriedsberg und die DJK-Jubiläumskerze gesegnet. Dass Sportler auch feiern können und die Geselligkeit ein wichtiger Bestandteil ist, bewiesen rund 250 Gäste beim Festakt. Die Veranstalter hatten sich für ihre Bundessieger besondere Ehrenpreise überlegt: gravierte Kuhglocken, passend zur ausrichtenden Region.

Die DJK-Bundeswinterspiele bildeten den sportlichen Auftakt des Jubiläumsjahres: Der DJK Sportverband feiert 2020 sein hundertjähriges Bestehen unter dem päpstlichen Motto „Sein Bestes geben“. Am 16.Mai findet dann in Würzburg ein großer Festakt statt und am 4.Oktober lädt die DJK-Familie zur Bundeswallfahrt nach Bamberg ein.

Ausrichter der nächsten Bundeswinterspiele wird 2024 der DV München-Freising sein. Damit das Warten nicht so lange wird, trifft sich die DJK-Familie 2022 zum Bundessportfest in der Diözese Eichstätt.