Ins Wasser gefallen, aufgestanden und in neuem Glanz erstrahlt!
Das Regenwetter zu Beginn konnte die 160 Teilnehmer nicht wirklich verunsichern: Sportlerinnen und Sportler, Trainer und Betreuer aus vier europäischen Nationen waren Anfang März nach Wertach ins Allgäu gekommen, um zu demonstrieren und zu erleben, wie junge Christen miteinander leben, Wettkämpfe austragen und Feste feiern können.
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Die Vorbereitungen liefen schon seit über einem Jahr im DJK-Diözesanverband Augsburg. Der Dachverband der katholischen Sportverbände, die FICEP (Fédération Internationale Catholique d’Éducation Physique et Sportive) hatte eingeladen und Augsburg war vom DJK-Bundesverband angefragt worden, die Ausrichtung dieser Veranstaltung zu übernehmen. Mit dem Kolping-Allgäuhaus in Wertach hatte man ein geeignetes Quartier gefunden: ein Volltreffer, wie sich spätestens in diesen Tagen herausstellen sollte. Die Anreise am Donnerstag, den 9.März aus Frankreich, Tschechien, Österreich und Deutschland gestaltete sich äußerst trist: Land unter im Allgäu, Regenwolken hüllten die Welt in Watte. FICEP-Präsident Gerhard Hauer – aus Wien angereist – musste wegen einer Autopanne sogar noch kurzfristrig abgeholt werden. Die geplante Eröffnungsfeier mit Fackelumzug und der Unterthingauer Blaskapelle wurde kurzerhand nach drinnen ins Trockene verlegt. Nach dem Einmarsch der Delegationen begrüßte DJK-Präsidentin Elsbeth Beha dreisprachig für den Bundesverband und Klaus Egger für den DV, bevor Sportler und Kampfrichter ihre Sportlereide ablegten und die Nationalhymnen anstimmten. Abschließend sprach Geistlicher Beirat Hubert Ratzinger den Segen über die erwartungsvollen Sportler und das FICEP-Führungs-Duo Gerhard Hauer und Manfred Castor erklärten die Spiele unter Jubel für eröffnet. Der erste Wettkampftag begann mit Sonnenstrahlen und einer meditativen Einheit vor der Kapelle, bevor sich die aufgeregten Teilnehmer auf das leckere Frühstücksbuffet stürzten. Eine große Frage beschäftigte alle: würden die Schneeverhältnisse nach der gestrigen Sintflut für Wettkämpfe taugen? Die Sportchefs Keller und Kaiser waren früh aufgebrochen, um vor Ort eine Durchführbarkeit zu prüfen. Doch weder im Oberjoch noch im Nesselwängle konnten die Pisten bzw. Loipen rechtzeitig präpariert werden. Trotzdem nutzten die meisten Athleten das wunderbare Frühlingswetter für Freizeitsport und kamen erst am Nachmittag vergnügt ins Allgäuhaus zurück. Dort erwartete sie am Abend ein bayerisch-olympischer Vierkampf im Melken, Sägen, Bierkrug-stemmen und –schieben, den die tschechische Mannschaft unter tosendem Beifall für sich entscheiden konnte. Der darauffolgende Samstag stand unter einem guten Stern: das Allgäu zeigte sich von seiner schönsten Seite und die Wettkampfbedingungen für alpin und nordisch waren nahezu ideal. Dies war auch wichtig, da nun alle Entscheidungen an einem einzigen Tag durchzuführen waren. Die Sportchefs und ihre Helfer von der DJK Leitershofen und dem SC Nesselwang verdienten sich großes Lob für dieses Mammutprogramm, das die Aktiven ohne größere Blessuren absolvieren konnten. Auch die angesetzten Dopingkontrollen bescheinigten die faire und saubere Einstellung der katholischen Sportlerinnen und Sportler. So gab es bei der Siegerehrung nur Gewinner und strahlende Gesichter, auch wenn manch knappe Entscheidung den Ausschlag gegeben hatte. Und wenn etwas Wehmut zu spüren war, lag es daran, dass nicht alle Nationen ihre Sportler geschickt hatten und so mancher Vergleich zum Glück fehlte. Diese tolle Stimmung nahm man gleich mit in der Sportlergottesdienst und dankte für das Erlebte und Erreichte, jeder in seiner Sprache und mit rhythmischen Liedern. Als weiterer Höhepunkt begann anschließend ein grandioser Festabend, zu dem die Küche des Hauses noch einmal ihre ganze Klasse aufblitzen ließ. Die Schöffelband heizte die Stimmung an, und bald blieb keiner mehr an den langen Tafeln sitzen: alle drängten sich ausgelassen auf der Tanzfläche bis tief in den Sonntagmorgen und verkürzten so die Zeit bis zu Abschied und Abreise. „Ich freue mich sehr, dass die gesamte Organisation dieser internationalen Veranstaltung so gut gelungen ist. Die DJK konnte zeigen, wie Europa durch Kirche und Sport als Einheit erlebbar ist“, sagte eine zufriedene DJK-Präsidentin Elsbeth Beha zum Abschluss der FICEP-Winterspiele 2017. Autor: Uli Krauß |













