Bereits zum fünften Mal gastieren die beiden Münsteraner Koordinationsprofis in Augsburg: Beate und Hans-Peter Esch fühlen sich wohl in der Schwabenmetropole und nehmen dafür die weite Anreise gern in Kauf. Und ihr „Baby“, die NeuroKinetik ist schon längst ihren Kinderschuhen entwachsen und hat hier über hundert begeisterte Anhänger gefunden, die sich zu Trainern ausbilden und gern auch in Methoden wie zur Sturzprophylaxe oder Demenzprävention weiterbilden lassen.
Aber was ist NeuroKinetik eigentlich? Hier wurde von den beiden DJK-Kollegen ein Bewegungsprogramm entwickelt, das die Ausbildung und Förderung neuronaler Netzwerke zum Ziel hat: unser Gehirn und die Nerven werden durch Bewegung nicht nur angeregt, sondern in vielfältigster Weise miteinander neu verknüpft. Dadurch verbessern sich nicht nur die motorischen und sensorischen Fähigkeiten wie Gleichgewicht, Koordination und Reaktion, sondern es ist für die zwanzig TeilnehmerInnen auch im persönlichen Wohlbefinden spürbar.
In vielen motivierenden Partnerübungen kommt auch die soziale Wirkung zum Vorschein, denn die beiden Tage waren vor allem eines: unterhaltsam und anregend. Durch kleine Steigerungen bei den Koordinationsübungen kam jede auf ihre Kosten und an ihre Grenzen, was zur heiteren Atmosphäre beitrug. Dass nicht das Können, sondern das Scheitern zum Wachstum anregt, war eine wunderbare und entspannende Erkenntnis dieser Tage.
