Die Seele baumeln lassen – Besinnliche Wanderung im Gunzesrieder Tal

Bei strahlendem Bergwetter machten sich am 7. August elf Teilnehmer gemeinsam mit Kerstin Mayer (DJK Diözesanverband Augsburg) und Markus Schuster (DJK Diözesanverband München und Freising) auf den Weg zu einer besonderen Auszeit in den Allgäuer Bergen.

Unter dem Motto „Die Seele baumeln lassen“ führte die rund zehn Kilometer lange Wanderung mit etwa 620 Höhenmetern zunächst entlang der Gunzesrieder Ach durch den schattigen Wald. Von Beginn an stand dabei nicht nur die Bewegung in der Natur im Mittelpunkt, sondern auch das bewusste Ankommen, Innehalten und Wahrnehmen der Schönheit der Schöpfung.

Der weitere Weg führte stetig bergauf zur Sennalpe Oberberg, wo die Gruppe mit einer gemütlichen Einkehr belohnt wurde. Bei einer herzhaften Brotzeit, selbstgebackenem Kuchen und einem kühlen Getränk konnten neue Kräfte gesammelt werden, bevor der letzte Anstieg zum Bärenköpfle in Angriff genommen wurde.

Oben angekommen wurden alle mit einer sagenhaften Aussicht über das Gunzesrieder Tal belohnt. Der weite Blick über Berge und Täler ließ viele den Alltag für einen Moment vergessen und machte deutlich, wie gut es tut, den eigenen Horizont immer wieder zu erweitern.

Die Wanderung wurde durch spirituelle Impulse begleitet, die sich an den jeweiligen Wegabschnitten orientierten. Das fließende Wasser der Gunzesrieder Ach lud dazu ein, Belastendes loszulassen und darauf zu vertrauen, dass nicht alles aus eigener Kraft getragen werden muss. Der anstrengende Anstieg stand sinnbildlich für die Herausforderungen des Lebens und machte deutlich, wie wichtig tragende Wurzeln, Vertrauen und Gemeinschaft sind. Am Gipfel schließlich eröffnete der weite Blick eine neue Perspektive und erinnerte daran, dass Gottes Horizont oft weiter reicht als unsere eigenen Sorgen und Fragen.

Gemeinsame Zeiten der Stille, Gebete und Lieder gaben den Teilnehmenden Raum, den eigenen Gedanken nachzuspüren und Kraft für den Alltag zu schöpfen. So wurde die Wanderung weit mehr als eine sportliche Tour – sie wurde zu einer wohltuenden Verbindung von Bewegung, Natur, Gemeinschaft und Glauben.

Am Ende waren sich alle einig: Diese besondere Auszeit in den Bergen hat Körper, Geist und Seele gleichermaßen gutgetan und wird noch lange in Erinnerung bleiben.