Nur wer aufbricht, kann ankommen

Diesem Motto der 21. Sportlerwallfahrt nach Kloster Andechs waren trotz miserabler Wetterprognosen knapp 200 Unentwegte am Samstag, den 1.April gefolgt. Gerade die DJK Brunnen brachte einen ganzen Bus mit über 60 jungen und älteren Sportlern auf die Beine und scheute auch die fünf Kilometer Fußmarsch durch das kühle Kiental nicht. Begleitet wurden die Wallfahrer durch die beiden Geistlichen Beiräte der einladenden DJK-Diözesanverbände München & Freising sowie Augsburg: Hubert Ratzinger und Helmut Betz stimmten auf drei Stationen die Sportler*innen mit Impulsen, Liedern und Gebeten auf das Thema ein. Stellvertretend für ihre Sorgen und Ängste sollten sie einen Stein aufsammeln und mit auf den heiligen Berg tragen, um ihn während des gemeinsamen Gottesdienstes dort vor Gott abzulegen: ‚Hilf uns zu tragen, wo unsere Kräfte schwinden‘.

Im Gottesdienst, der traditionell und gekonnt von der Gruppe Regenbogen musikalisch gestaltet war, gab Helmut Betz dann ein Statement zu seiner Beziehung zu Glauben, Sport und der DJK ab. Gerade unterwegs in den Bergen und beim Laufen spürt er Gottes Präsenz. Als Vorsitzender der DJK Haidhausen und ehemaliger Geschäftsführer des Münchner Diözesanverbandes hat er über 30 Jahre intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema erlebt.

Angekommen fühlten sich dann auch alle Sportler*innen beim Schlusssegen, der sie in einen unterhaltsamen Ausklang im Wappensaal des angrenzenden Bräustüberls entließ, wo man für den Heimweg Kräfte tanken konnte. Entgegen allen Prognosen hatte der Himmel alle Regenwolken weggeblasen und sogar noch ein paar Sonnenstrahlen für die Mutigen ausgegeben. Gott sei Dank!

Uli Krauß